Erfahrung seit 1983
Die
Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).

HAGLUNDFERSE

Der Orthopäde Patrik Sims Emil Haglu nd lebte von 1870 bis 1937 inStockholm.

Die Schmerzen bei der sog. Haglundferse werden durch einen Fersensporn, den sog. Ka lkaneussporn verursacht. Unter einem Fersensporn versteht man einen spornartigen Knochen auswuchs, eine sog. Exostose (= eine Knochenneubildung infolge mechanischer, entzündlicher Reizung der Knochenhaut).
------------------------------------
Röntgenbild einer Haglundferse
------------------------------Quelle: www.kryenbuehl.ch

Eine solche Exostose findet sich am Fersenbein an drei bevorzugten Stellen, weshalb man einen hinteren, unteren und oberen Fersensporn unterscheidet. Dann gibt es noch den "Aponeurosens porn" (= Sporn an einer Sehnenplatte) am Ursprung der kleinen Fußmuskeln und weiter vorne den "Ligamen tsporn" (= Sporn an einem Gewebsband) als Überlastungsschaden infolge Senkung des Fußgewölbes. Auch diese Sporne können Schmerzen an der Ferse verursachen.

Bei der Haglundferse, auch als Hag lund-Exostose oder Hohe Ferse bezeichnet, liegt ein oberer Ka lkaneussporn (Fersenspor n) vor, positioniert an der achillessehne nwärts gerichteten Fläche des hinteren Fortsatzes eines steilgestellten Fersenbeines infolge chronischer Druckreizung (vor allem durch das Schuhwerk), einhergehend mit entzündlichen Weichteilveränderungen (Schwielen, Bursitis (= Schleimbeutelentzündung), Insertionstendopathie (= entzündeter Sehnen ansatz) und Schmerzen im mehr hinteren Bereich der Fer se unter Einbezug der Ach illessehne, die sog. Achillodynie.

Die Haglundferse wird manchmal mit dem Morbus Hag lund (Hag lund Syndrom) verwechselt. Beim Morbus Hag lund handelt es sich um eine Apophysitis calcanei (= En tzündung des als Sehnenansatz dienenden Knochenauswuchses am Fersenb ein). Diese Erkrankung tritt im Wachstumsalter auf; mit Druckschmerzen am Fersenbeinhöcker und statischen Beschwerden.

Patienten mit einer Haglundferse, dies gilt auch für andere Schmerzen in der Fer se, kommen meist erst zum Schmerztherapeuten, wenn ein chirurgischer Behandlungsversuch (z.B. Abtragung der Exostose (= Knochenauswuchs)) oder eine Behandlung mit Röntgenstrahlen keine Schmerzlinderung brachte.
Manchmal ist in diesen Fällen eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(= Einbringen eines Arzneimittels durch die Haut mittels elektrischem Strom) (z.B. mit Diclofenac) zu erzielen. Auch eine Magnetfeldtherapie kann hilfreich sein.
Neuerdings wird bei Haglundferse auch die sog. extrakorporale Stoßwellenbehandlung propagiert. Bei dieser Methode werden hochenergetische Druckimpulse unter Wasser eingesetzt. Bewährt hat sich die Methode bisher zur Zertrümmerung von Nieren
- und Gallensteine.
Mit der therapeutischen Lokalanästhesie kann das Schmerzproblem (Haglundferse) oft erfolgreich gelöst werden. Die Infiltration mit einem Lokalanästhetikum (auch mit Kortikoidzusatz) ist allerdings relativ schmerzhaft und eignet sich deshalb kaum zur serienmäßigen, wiederholten Anwendung.
Besser sind wiederholte Blockaden des N. ischiad
icus, in hartnäckigen Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter (*siehe unten)

Weitere Ursachen für Fersenschmerzen finden sie hier

Eine Beschreibung aller Ursachen für Fußschmerzen finden Sie hier

* Bei der kontinuierlichen Blockade des Nervus ischiad icus wird ein dünner Kunststoffschlauch von der Oberschenkelrückseite her dicht an den Nerv eingeführt. Die Einpflanzung erfolgt nahezu schmerzfrei durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Nach längerer Therapiedauer (z.B. 2-3 Wochen) verbleibt in den meisten Fällen deutliche Schmerzlinderung, oft aber auch Schmerzfreiheit.
Dieser anhaltende Effekt über die Behandlungszeit hinaus ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche oder auch degenerative
(= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche Behandlung auch das „Schmerzgedächtnis“ im Gehirn zu löschen.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).

Wenn Sie eine genaue Anfahrtsbeschreibung ab Ihrem Wohnort wünschen, klicken sie hier.

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Weitere Schmerzthemen (Auswahl)
Zu allen (832!) Schmerzthemen gelangen Sie hier: www.schmerzklinik.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert: >14.10..2008</> kusb&
T Tarsalgie, Tendinopathien, Tendopathie (www.tendopathie.de), Tendinitis calcarea, Tenosynovialitis, Tennisellbogen (www.tennisellbogen.com), Thorakodynie, Thoraxschmerzen, Tiefenschmerz, Tinnitus aurium, Trigeminusschmerzen, Tunnel-Syndrom,
U
Übertragungsschmerzen, Unkarthrose (http://www.unkarthrose.de), Unterarmschmerzen, Unterbauchschmerz (www.unterbauchschmerz.com), Unterbauchschmerzen, Unterleibsschmerzen, Unterschenkelschmerz, unruhiges Bein
V
Vasomotorische Kopfschmerzen, vasospastisches Syndrom, Venenschmerzen, Venöse Durchblutungsstörung (www.venoese-durchblutungsstoerung.de), Vertebragene Schmerzen, Vertebralsyndrome, Verwachsungsbauch, Virale Gelenkentzündung, Viszerale Schmerzen, viscerale Schmerzen,
W
Wadenkrampf, Wadenschmerzen (www.wadenschmerzen.de),
Weichteilschmerzen, Wirbelkanalstenose, Wirbelsäulenschmerzen, Wirbelsäulenversteifung, Wirbelsäulenerkrankungen (www.wirbelsaeulenerkrankungen.com), Wirbelsäulenkrümmung, Wirbelsäulenleiden (www.wirbelsaeulenleiden.com), Wirbelsäulenverbiegung, Wirbelversteifung (www.wirbelversteifung.de), WS-Schmerzen, WS-Syndrom (www.ws-syndrom.de), Wurzelentzündung, Wurzelkompression (www.wurzelkompression.de), Wurzelreizsyndrome,
Z Zahnschmerzen,Zeckenbiß (www.zecken-biss.de), Zehenschmerzen,
zentrale Schmerzen, Zephalodynie, Zervikobrachiales Syndrom, Zoster-Erkrankungen, Zervikobrachialsyndrom (http://www.zervikobrachialsyndrom.eu), Zosterschmerzen, Zungenentzündung, Zungenschmerzen,

Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2), Schmerzklinik (3), Schmerzklinik (4)

Impressum

http://www.haglundferse.de